Lesung & Gespräch „Was uns erinnern lässt“ mit Kati Naumann

21. Oktober 2019

Zeit: 19:00 Uhr

Ort: Schleswig-Holstein-Haus Schwerin, Puschkinstraße 12

Deutsch-deutsche Geschichte: Berührend und nahbar erzählt

1977: Das Zuhause der vierzehnjährigen Christine ist das ehemals mondäne Hotel Waldeshöh am Rennsteig im Thüringer Wald. Seit der Teilung Deutschlands liegt es hinter Stacheldraht in der Sperrzone direkt an der Grenze. Schon lange findet kein Wanderer mehr den Weg dorthin. Ohne Passierschein darf niemand das Waldstück betreten, irgendwann fahren weder Postauto noch Krankenwagen mehr dort hinauf. Fast scheint es, als habe die DDR das Hotel und seine Bewohner vergessen. 2017: Die junge Milla stößt bei einer Wanderung auf die Reste des Hotels Waldeshöh und spürt der Geschichte nach.

Für Kati Naumann waren die Recherchearbeiten für ihren Roman auch eine Reise in die eigene Kindheit. Ihre Großeltern lebten im Thüringer Wald mitten im sogenannten Sperrgebiet an der Grenze, wo sie als Kind oft zu Besuch sein durfte.

Der 1963 in Leipzig geborenen Autorin gelingt ein spannender Roman, der das Kapitel der Zwangsumsiedlungen in der DDR kenntnisreich und berührend aufarbeitet.

Moderation: Claudia Müller, MdB, B´90/GRÜNE

Eine gemeinsame Veranstaltung von Heinrich-Böll-Stiftung MV und Kulturbüro Schwerin im Rahmen der Schweriner Literaturtage.

Eintritt: 8,-/ 6,- EUR

21/10/2019 19:00 - 21:00